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ENplus & DINplus - Ein Vergleich


Was bringt Ihnen denn nun die neue Norm eigentlich. Wo ist der Unterschied zur bewährten DINplus und warum sind wir bei MünchenPellets so begeistert von ENplus, daß wir keine DINplus-Pellets mehr anbieten?

1. Die harten Fakten wurden geändert

Es wurden also die technischen Daten der Pellets verändert und besser an den Endverbrauchermarkt angepasst. Was genau spezifiziert wird zeigt die folgende Tabelle:

ENplus DINplus German Pellets
Durchmesser (mm)

6 ± 1 oder

8 ± 1

6 ± 1 oder

8 ± 1

6 ± 1 oder

8 ± 1

Länge (mm) 3,15≤ L ≤ 40
3,15≤ L ≤ 40 3,15≤ L ≤ 40
Wassergehalt ≤ 10,0 ≤ 10,0 7,0 - 9,0
Feinanteil (%) ≤ 1,0 ≤ 1,0 ≤ 1,0
Abrieb (%)

≤ 2,5

≤ 2,5

≤ 1,5

Aschegehalt (%) ≤ 0,7 ≤ 0,7 ≤ 0,5
Ascheerweichungs-
temperatur (°C)
≥ 1200 k. A. ca. 1400
Presshilfsmittel ≤ 2,0 ≤ 2,0 ≤ 1,0
Schüttdichte (kg/m3)

≥ 600

≥ 600

≥ 600

Schwefelgehalt (%) ≤ 0,03 ≤ 0,03 ≤ 0,03
Stickstoffgehalt (%) ≤ 0,3 ≤ 0,3 ≤ 0,3
Chlorgehalt (%) ≤ 0,02 ≤ 0,02 ≤ 0,02


Soweit, so unaussagekräftig für den Laien. Das einzige was auffällt bzw. sofort verständlich ist, ist das German Pellets mal wieder einen draufgelegt hat und auch die Werte der ENplus übertrifft. Aber gehen wir auf die Werte im Detail ein und schauen uns einen nach dem anderen an.

Durchmesser, Länge & Wassergehalt sind gleich geblieben. Es gibt weiterhin die Möglichkeit auch 8mm Pellets zu produzieren, auch wenn diese im Endkundenmarkt keinerlei Rolle spielen. Ansonsten wurden die bewährten Werte von der DINplus übernoommen.

Feinanteil  wurde ebenfalls von der DINplus übernommen. Als Feinanteil wird alles bezeichnet was kleiner als 3,15mm ist. Das können zerbrochene Holzepellets sein oder aber auch richtiger Staub. Der Anteil von diesen kleinen Teilchen wird nun auf max. 1% begrenzt. Staub kann zu großen Problemen mit Ihrer Heizung führen, so daß die Einführung dieses Grenzwertes absolut von Nöten war. Das eigentlich interessante ist nun, daß für ENplus der Feinanteil im LKW vor dem Entladen beim Kunden nachgewiesen werden muss. Bei DINplus musste dieser Grenzwert nur im Werk nachgewiesen werden. Warum das so wichtig ist lesen Sie weiter unten.

Abriebfestigkeit & Aschegehalt wurden ebenfalls von der DINplus übernommen. Sie definieren die mechanische Belastbarkeit der Pellets und welcher Prozentsatz an Asche zurückbleiben darf.

Die Ascheerweichungstemperatur ist ebenfalls neu - sie gibt an ab wann die Asche flüssig wird. Flüssige Asche nennt man auch Schlacke, die Ihren Brenner schnell ruinieren kann. Daher ist es wichtig eine möglichst hohe Ascheerweichungstemperatur zu haben. Dann entsteht erst gar keine Schlacke und Ihr Brenner hat ein langes Leben.

Alle anderen Werte wurden von DINplus übernommen.

2. Die gesamte Logistik wird zertifiziert:

Bei DINplus wird immer nur der Hersteller zertifiziert. Was der Händler letztendlich mit seinen Pellets macht, wo er sie zwischenlagert, wie er die Pellets verlädt etc. bleibt komplett aussen vor. Theoretisch könnte man DINplus-Pellets als Haufen auf dem freien Feld lagern und würde trotzdem keinen Ärger mit der DIN-Certco bekommen. Praktisch macht das natürlich (hoffentlich) keiner - aber Fakt ist:

Bei jedem Umschlag, also bei jeder Entladung oder Beladung, entsteht Feinanteil. Sei es weil die Pellets auf den Boden prallen, vom Radlader zerdrückt werden, schon einmal aus dem Silo-LKW in das Zwischenlager geblasen wurden etc. Bei jeder mechanischen Belastung entstehen kleine Brösel. Umso öfter die Pellets belastet werden, umso mehr entsteht dieser Feinanteil. Die klassische Logistik-Kette bei den Pellets läuft wie folgt ab:

Die Pellets werden als mindestens dreimal umgelagert. Daß dabei eine erhebliche Menge Feinanteil entsteht sollte klar sein.

Hier greift aber ENplus nun ein. Als Händler ist man verpflichtet folgende Rahmenbedingungen für die Pellets zu schaffen:

  • max. 1% Feinanteil im Fahrzeug nach der letzten Beladung. Nachzuweisen durch Rückstellproben
  • es müssen abriebarme Schläuche verwendet werden
  • es muss eine Absaugung auf dem Fahrzeug sein
  • die Absaugung muss der maximal möglichen Menge an eingeblasener Luft entsprechen
  • ebenso ist eine geeichte Verwiegung im LKW Pflicht
  • regelmässige Schulungen der Fahrer

Alles in allem also eine sehr sichere Sache für Sie. Sie können sich somit nicht nur auf die Qualität sondern durch die geeichte Waage an Bord auch auf die Liefermenge verlassen.

Um dem Verbraucher noch mehr Sicherheit zu bieten, wurden ID-Nummern eingeführt. Durch diese Nummern, die bei jeder Lieferung angegeben werden müssen, können Sie ganz einfach nachvollziehen wer die Pellets hergestellt hat, ob es einen Zwischenhändler gab und wer Ihnen die Pellets letzten Endes geliefert hat. Die ID-Nummer die Sie auf unseren Lieferscheinen finden sieht so aus:

ID-Nr: DE 001 DE 312

 

Falls Ihnen diese ID-Nummer nun bekannt vorkommt, so ist das Absicht. Das System ist ähnlich den IDs auf Eiern. Viel Informationen kann man so allerdings auch noch nicht heraus ziehen. Lediglich das "DE" gibt Hinweis darauf, daß Ihre Pellets aus Deutschland kommen. Die tatsächliche Bedeutung der IDs finden Sie unter www.enplus-pellets.de. Dort finden Sie ein Verezchnis der Produzenten und Lieferanten und können sich ganz einfach informieren, von wem Ihre Pellets eigentlich stammen. Anhand von Chargennummern kann man Ihre Lieferung fast bis zum Baum zurückverfolgen, aus dessen Späne Ihre Pellets gepresst wurden.

Zusätzlich erhalten Sie mit jeder Lieferung ein Einblasprotokoll. Das sollten Sie unbedingt aufheben und vor der nächsten Lieferung nochmal lesen. Denn darauf werden wichtige EWckdaten der Lieferung erfasst. Neben der Schlauchlänge ist dabei der Druck besonders wichtig. Weicht der Druck zwischen den einzelnen Lieferungen stark ab, sollten Sie unbedingt den Fahrer dazu befragen. Ausserdem wird auf dem Einblasprotokoll auch der Feinateil im Fahrzeug festgehalten. Damit haben Sie im Falle eines Falles alle Daten schrftlich und mit Unterschrift vom Fahrer. Das bringt noch mehr Sicherheit für Sie.