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Lagerung

Pellets zu lagern ist prinzipiell nicht schwierig. Derzeit gibt es auch noch keine gesetzlichen Auflagen, die die Lagerung betreffen oder regeln. Es gibt mittlerweile die verschiedensten Systeme, um einen Lagerraum zu bauen. Die wichtigsten möchten wir Ihnen gerne kurz vorstellen:

Das Sacksilosack

Sacksilos sind, wie der Name schon sagt, einfache Säcke die in einem Stahlgestell hängen. Der Vorteil ist, daß die Säcke schnell und leicht aufzubauen sind. Meist werden die Einzelteile auf Paletten geliefert und können von zwei Personen in wenigen Stunden aufgebaut werden. Praktisch ist auch, daß keine Leitung zur Absaugung installiert werden muss. Denn: bei der Lieferung wird der Sack von der Preßluft aus dem LKW aufgeblasen. Dadurch enfaltet er sich voll, die Prallmatte wird aufgestellt und es kann einfach befüllt werden. Sacksilos gibt es in vielen verschiedenen Formen, z.B. als Trog, wenn ein eher länglicher Raum vorhanden ist, oder auch als Flachsilo mit einem Maulwurf als Austragungssystem. Der Nachteil an ihnen ist der relativ hohe Preis, die etwas schwierigere Mengenfeststellung und die evtl. geringere Raumausnutzung.

Der Kellerbunkerbunker

In einem Kellerbunker oder auch Silo wird einfach ein vorhandener Raum zum Lager umfunktioniert. Prädestiniert dafür wäre bspw. der ehemalige Tankraum einer Ölheizung. Dazu müssen nur zwei Kernbohrungen für den Einblas- und Absaugstutzen gemacht werden. Am häufigsten werden dann zwei Schrägen im 45°-Winkel angebracht, die die Pellets in Mitte zum Austragungssystem leiten. Das kann dann eine Schnecke, Spirale oder auch ein Saugsystem sein. Mit einem womöglich selbstgebauten, maßgeschneiderten Kellerlager können Sie natürlich den vorhandenen Raum ideal ausnutzen. Dafür ist der Aufwand wesentlich höher und kleine Fehler, wie ein zu niedriger Winkel der Schrägen können relativ unangenehme Auswirkungen haben.

Das Erdlager

Wie auch Heizöltanks, können auch Pelletlager vergraben werden. Auch hier haben Sie wieder die Wahl zwischen einer Entnahme von unten (Auf Grund der Entfernungen im Regelfall durch eine Absaugung) oder eine Absaugung von oben durch einen Maulwurf. Der Vorteil ist ebenfalls klar: Sie sparen richtig Platz im Keller. Durch die Erdarbeiten und den notwendigen Aufwand zur Fernhaltung von Feuchtigkeit, ist ein Erdsilo aber auch mit die teuerste und aufwendigste Variante für die man sich entscheiden kann.

Natürlich gibt es noch unzählige Varianten und Speziallösungen mehr – aber das sind die wichtigsten drei  Methoden. Auch wenn Sie grundsätzlich sehr frei entscheiden können, wo im oder am Haus Sie ihr Lager platzieren, so sollten Sie doch folgendes beachten:

  • Feuchtigkeit mögen Pellets gar nicht. Holzpellets sind sehr, sehr trocken und somit hygroskopisch. Sie ziehen Wasser geradezu magisch an. Wenn sie sehr feucht werden zerfallen sie – bei leichter Feuchtigkeit können sie auch mit einander verkleben. Sorgen Sie also bitte für einen möglichst trockenen Lagerplatz.
  • Spätestens ab 40m Schlauch wird es gefährlich. Während des Einblasens, stehen die Pellets unter sehr hoher mechanischer Belastung. Umso weiter die Strecke zwischen LKW und Silo ist, umso stärker werden Pellets belastet. Dadurch brechen die Holzpellets – es entsteht Staub (Abrieb) und viele kleine Pelletkrümmel. Weder der Staub noch die Brösel verbrennen so gut wie ein richtiger Pellet. Daher sollten Sie darauf achten, daß nicht mehr als 40m Schlauch gebraucht werden. Natürlich können wir zur Not auch längere Strecken überwinden (bis zu 70m haben wir immer dabei), aber dann können wir keine Verantwortung mehr für die Qualität der Pellets in Ihrem Silo übernehmen. Bitte bedenken Sie dabei auch, daß unser LKW viel Platz benötigt.
  • Machen und halten Sie Ihr Lager zugänglich. Zu einem muss der Fahrer an das Silo, wenn er bei Ihnen liefert – aber das passiert ja meist nur einmal im Jahr. Wesentlich öfter sollten Sie aber den Füllstand der Pellets kontrollieren. Nur dadurch können Sie unliebsame Überraschungen vermeiden. Auch wenn wir sehr schnell liefern -  die erste kalte Dusche bekommen sicher Sie ab. Außerdem gehen Pellets fast nie im August bei 30° im Schatten aus. Der klassische Termin für solche Notfälle ist am Samstagabend, am besten an einem verlängerten Wochenende im Dezember oder Januar.
  • Wenn Sie Ihre Lager in einem der oberen Stockwerke einbauen lassen, so lassen Sie bitte die Stutzen nach Möglichkeit bis nach unten verlängern.
  • Bei Kellersilos bitte unbedingt eine Prallmatte verbauen. Bitte platzieren Sie diese so, daß sie auch von den Pellets getroffen wird. Die Holzpellets fliegen sonst gegen die Wand und zerbrechen dort. Das sorgt für unnötigen Staub und schlechtere Qualität.

Zusätzlich sollten Sie sich über die derzeit geltenden Feuerschutzbestimmungen informieren. Ein guter Anlaufpunkt dafür sind die Seiten des Deutschen Pellet Institutes. Hier wird anschaulich, aktuell und umfassend alles geboten, was Sie über Ihr Pelletlager wissen müssen.

Im täglichen Umgang mit Ihrem Lager sollten Sie die folgenden einfachen Punkte beherzigen:

  1. Bitte im und um das Lager nicht rauchen und kein offenes Feuer entzünden.
  2. Spätestens 1 (eine) Stunde vor Lieferung die Heizung abstellen. Besser noch: Schon 2 Stunden vorher.
  3. Vor dem Betreten Ihres Lagers für eine ausreichende Belüftung sorgen.
  4. Nie alleine im Lager arbeiten. Wenn von oben in das Lager eingestiegen werden muss, die einsteigende Person zusätzlich sichern.
  5. Kinder vom Silo fernhalten