Pellets-Mythen
Pellets sind gebunden an den Ölpreis
Bis zu einem gewissen Grad ist das richtig. Denn schliesslich reisen Ihre Pellets in einem LKW an, der ja auch Diesel benötigt. Ansonsten aber entwickelt sich der Pelletpreis absolut unabhängig vom Ölpreis. Wenn Sie ein bisschen googeln, werden Sie schnell heraus finden, daß 2006 ein sehr teures Jahr für Pellets war. Der Ölpreis aber hat 2008 seinen bisherigen Rekordpreis gehabt.
Pellets vernichten den Wald
Auch das mag richtig sein, wenn man billigste Ware aus den angrenzenden Ländern kauft. Dort wird nicht, wie hier bei uns, auf eine nachhaltige Waldwirtschaft geachtet. Wenn das Holz jedoch aus Deutschland kommt, so wird sehr darauf geachtet, daß der Wald auch Wald bleibt. Auf
Nachhaltigkeit wird in unserer Forstwirtschaft sehr großes Augenmerk gelegt. Nebenbei hat Deutschland den größten Holzvorrat Europas.
Pellets werden immer teurer
Natürlich, werden Pellets eine langsame Preissteigerung erleben. Strom wird auch nicht billiger – bzw. von Gas und Öl braucht man beim Thema Preissteigerung schon gar nicht sprechen. Energie wird nicht billiger werden. Allerdings steigt der Preis nur langsam bzw. ist noch an dieNachfrage gebunden. Dies ist nicht wie beim Öl, wo der Preis zu 100% von der Börse und den Einfällen der Spekulanten abhängig ist.
Pelletheizungen sind Feinstaubschleudern
Unglücklicherweise wurden bei den ersten Messungen Äpfel mit Birnen verglichen. Für Pelletheizungen wurden damals die Werte von anderen Festbrennstoffen übernommen. Da Scheitholz ein nicht homogener Brennstoff ist, stößt es relativ viel Feinstaub aus – das wurde einfach auf die Pelletheizungen umgelegt. Erschwerend kommt hinzu, daß die technische Entwicklung der Heizungen komplett ausser Acht gelassen wurde. Mittlerweile sind Pelletheizungen genauso sauber wie Ölheizungen.
Pelletheizungen sind unzuverlässig
Zugegeben, wie bei jeder neuen Technologie hatten auch Pelletkessel am Anfang ihre Kinderkrankheiten. Das ist mittlerweile aber behoben. Eine Pelletheizung braucht aber etwas mehr Aufmerksamkeit als bspw. eine Gasheizung. Fragen Sie am besten Ihren Heizungsbauer oder Hersteller, welche kleineren Arbeiten Sie regelmässig durchführen sollten. Wenn eine Anlage jedoch über Jahre perfekt funktioniert hat und von einem auf den anderen Tag unzuverlässig ist, kann es auch an den Pellets liegen. Besonders dann, wenn die letzte Lieferung zum Schnäppchenpreis war…
Die Pelletherstellung verbraucht mehr Energie, als der Pellet selbst erzeugt
Das stimmt so nicht. Je nach Feuchte der Späne müssen zwischen 3 und 15% der Energie, die ein Pellet liefert, bei der Herstellung investiert werden. Bei Heizöl sind es ca. 10%. Dabei geht es aber nur um die Produktion – beim Öl können Sie großzügig noch einige tausend Kilometer Transport mit hinzu rechnen. Damit sieht die Bilanz der Pellets bereits wesentlich besser aus.
Pellets sind CO² neutral
Darüber wird oft gewettert – es ist sogar von Werbelüge und Verschleierung die Rede. Fakt ist natürlich: Pellets sind nicht vollständig CO²-neutral. Die Herstellung und der Transport verursachen natürlich Abgase bzw. benötigen Energie. Aber: Pellets verbrennen ohne CO² abzugeben, denn ein Baum kann nur so viel Kohlendioxid abgeben, wie er im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Dabei spielt es keine Rolle ob der Baum verbrennt oder langsam im Wald verrottet. Der CO²-Austoß ist in jedem Fall gleich. Es würde aber wohl niemand soweit gehen und Wälder als Klimasünder bezeichnen, oder?


